der mann

Bin ich nur gestresst oder brauche ich Hilfe? Wenn Dauerstress sich nicht mehr auflöst

Du fühlst dich gestresst, kopflos, stehst ständig unter Strom? Deine Arbeit lässt dich nicht los? Dein Umfeld fordert dich über die Maßen und du hast das Gefühl, nicht genug zu schaffen? Nach einem langen Tag kommst du manchmal nicht zur Ruhe und fühlst dich unzufrieden, weil du deine To-do-Liste nicht abgearbeitet hast oder wichtige Themen auf der Arbeit liegengeblieben sind? Und dann steht auch noch das Gespräch mit dem Chef an…

Stress ist im Grunde etwas Gutes. Er ist eine komplexe Antwort deines Körpers auf eine Bedrohung oder Herausforderung, die du bewältigen willst. Ob diese Bedrohung wirklich existiert oder ob du sie „nur“ so siehst, ist dabei egal. Dein Körper macht sich bereit, um diese Situation zu überleben.

Dein Gehirn aktiviert das sympathische Nervensystem. Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet und versetzen deinen Körper in Alarmbereitschaft. Herzfrequenz und Blutdruck steigen, die Atemfrequenz erhöht sich und der Körper stellt zusätzliche Energie bereit.

Du bist bereit für Kampf oder Flucht. Egal was kommen mag, dein Körper ist so gut es geht gewappnet. Wenn die brenzlige Situation überstanden ist, normalisieren sich auch die Prozesse im Körper. Alles funktioniert, wie es soll.

Problematisch wird es da, wo dieser Stress-Zustand andauert.

Wenn Stress chronisch wird

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO stellt chronischer Stress eine wachsende gesundheitliche Herausforderung dar. Anhaltender Stress beeinflusst nicht nur unseren Arbeitsalltag, sondern unser ganzes Leben, weil der Körper ständig in Alarmbereitschaft ist – auch wenn gerade keine konkrete bedrohliche Situation vorliegt.

Chronischer Stress kann in verschiedenen Lebensbereichen auftreten und betrifft Menschen unabhängig von sozialen oder beruflichen Rollen. Studien zeigen, dass stressbedingte Fehlzeiten in Unternehmen erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben.

Eine bewusste Auseinandersetzung mit Stressbelastungen kann dabei helfen, individuelle Strategien zu entwickeln, um einen gesundheitsförderlichen Umgang mit Herausforderungen zu finden.

Aber dafür müssen wir unseren ungesunden Zustand erst als Belastung erkennen.

Wie gestresst bist du?

Heute scheint es oft eine Art zusätzliches Status-Merkmal zu sein, wenn wir besonders gestresst sind: „Es ist gerade viel, so viel zu tun, eine stressige Woche, Herausforderungen auf der Arbeit…“

Leistung ist das, was zählt. Ergebnisse. Und wenn wir besonders beschäftigt sind und ganz viel zu tun haben zeigt das doch, wie wichtig wir sind – oder?

Wenn ich in der Beratung mit Menschen arbeite, die besonders belastet sind, dann erzählen sie oft, dieser Zustand sei normal. Sie sagen:

„Ich kenne es nicht anders.“

Aber es gibt eine Grenze. Denn irgendwann zieht dein Körper die Reißleine.

Hier kannst du testen, auf welchem Stresslevel du gerade bist. Wie viele der Aussagen treffen auf dich und deine aktuelle Lebenssituation zu?

 

  1. Phase: Pausen sind verschenkte Zeit? Du gehst über deine Grenzen?
  2. Phase: Arbeitsanforderungen werden hoch? Du fühlst dich überfordert?
  3. Phase: Du ziehst dich zurück? Keine Kraft mehr für Freunde, Familie, Hobbys?
  4. Phase: Du machst dir selbst Vorwürfe? Du bist oft gereizt oder zynisch?
  5. Phase: Fehler nehmen zu? Du suchst immer häufiger nach Schuldigen?
  6. Phase: Deine körperliche Beschwerden nehmen zu (z.B. Kopf-, Rückenschmerzen)?
  7. Phase: Du schläfst schlecht? Du fühlst dich ausgelaugt und erschöpft?
  8. Phase: Du fühlst dich ängstlich oder hilflos? Alles verliert seinen Sinn…

 

Bitte erschrick nicht, wenn du dich in diesen Herausforderungen wiedererkennst. Das geht vielen Menschen so.

Wenn du aber spürst, dass du schon längst in Phase 7 und 8 angekommen bist, dann darfst du auf die Suche gehen, wie du aus deinem chronischen Stress-Modus aussteigen kannst. Denn dieses Programm hält niemand lange durch. Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen nicht nur durch falsche Ernährung zu, sondern auch durch mentalen Druck, Überforderung und Stress.

Einfache Lösungen gibt es selten: Stress ist ein komplexes Problem

Durchhalten und Schlafmittel sind auf Dauer keine Lösung, um chronischen Stress zu bekämpfen. Es lohnt ein Blick auf all deine Lebensbereiche und vor allem deine inneren Prozesse, die dich, dein Handeln und Denken beeinflussen.

Ursachen von Stress sind vielfältig und es lohnt sich, genau hinzuschauen, warum dein System glaubt, dass du ständig in Alarmbereitschaft sein solltest.

Im Coaching kannst du einen umfänglichen Blick auf deine Lebensbereiche werfen. Denn es ist äußerst wahrscheinlich, dass dein chronischer Stress nicht durch eine kleine Änderung zu heilen ist.

Es ist nicht nur die Arbeit, sind nicht nur die Kinder, ist nicht die komplizierte Beziehung zu einem wichtigen Menschen, die dich besonders fordert.

Meistens ist der Stress die Folge aus Entscheidungen, die du aufgrund deiner inneren Einstellungen und Vorstellungen getroffen hast. Oft sind Muster beteiligt, die du vor langer Zeit gelernt hast. Es braucht also andere Fragen an deinen Stress und neue Perspektiven auf dein Leben.

Veränderungen kann niemand für dich vornehmen. Das kannst nur du selbst. Und Veränderung beginnt immer im Inneren.

Daher frage dich:

  • Liegen deinem Stress Unsicherheiten und Zweifel zugrunde?
  • Wann hast du dich das letzte Mal erholt und ausgeruht gefühlt? Ist es lange her?
  • Hast du Ideen, wohin du dich gern entwickeln möchtest, aber etwas hemmt dich?
  • Fehlen dir Klarheit und Orientierung?
  • Bist du immer für andere da, aber hast oft das Gefühl, dass dein eigenes Wohlbefinden zu kurz kommt?
  • Hast du manchmal Angst- oder Unruhezustände?
  • Fällt es dir schwer, klare Grenzen zu setzen und für deine Bedürfnisse einzustehen?
  • Bist du mit dir selbst befreundet? Bist du dir wichtig?
  • Fällt es dir schwer, dich selbst zu akzeptieren und zu lieben?

Stell dir mal vor…

… du verlässt deinen Stress-Modus. Nimmst dich selbst wieder wahr. Dein Tunnelblick weitet sich: Du kannst wieder verschiedene Optionen und Wege sehen. Du fühlst dich ausgeglichen und wertvoll. Stehst zu deinen Entscheidungen und Überzeugungen. Sagst auch mal nein, ohne dich dabei schlecht zu fühlen.

Du vertraust darauf, dass du eine Lösung für schwierige Situationen findest, weil du dir selbst vertraust. Perspektiven sind wieder sichtbar, Wachstum auch – persönlich und beruflich. Deine Lebensbereiche greifen wieder ineinander, anstatt sich gegenseitig zu behindern.

Regelmäßig gönnst du dir Pausen und freust dich über die Entspannung – ganz ohne schlechtes Gewissen. Deine Stimmung,  Entspannung  und Klarheit werden im Außen spürbar und wirken sich positiv auf deine Beziehungen aus.

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Du glaubst, das geht nicht? Vielleicht, weil du es nicht sehen kannst? Ich helfe dir, das alles auszugraben. Wir arbeiten dran – gemeinsam.

Steig aus deinem Stress aus. Übernimm Verantwortung und nimm deine Situation ernst. Wenn du das Gefühl hast, dass du dein Hamsterrad allein nicht verlassen kannst, dann mach einen Termin mit mir.

Gemeinsam entwirren wir Verantwortung, Vorstellungen, Ängste und Stress. Und wir finden Stärken, Selbstbewusstsein und innere Ausgeglichenheit. Schritt für Schritt.